Liebe Kunstinteressierte,

laut Senatsbeschluss vom 16.03. 2020 werden ab dem 18.03.2020
in Bremen die Öffnung jeglicher Ausstellungen für das Publikum untersagt.
Der Grund hierfür ist die Vorbeugung für eventuelle Ansteckungen
mit dem Corona Virus.
Unsere Galerie-Öffnungszeiten sind hiermit ausgesetzt.
Dieser Beschluss gilt erst einmal bis zum 20.04.2020.
Die GaDeWe ist weiterhin telefonisch und per Email zu erreichen.
Danke für Euer Verständnis und bleibt gesund!

Mit den besten Grüßen, das GaDeWe – Team.


Unter diesen Link kommt ihr zum Ausstellungs-Rundgang:

http://www.marikke.de


und hier seht und hört ihr die Eröffnungsrede von Dorothee Hansen:

https://www.youtube.com/watch?v=OuCC5-wcn34

(Link markieren und mit rechter Maustaste wechseln)



Marikke Heinz-Hoek

Aus der Reihe: Strategien zur Legendenbildung

„An jenem Abend“

Video/Zeichnung/Fotografie/Objekt/Vitrineninstallation

Zur Eröffnung am Freitag, den 28.2.2020 um 20.00 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.
Einführung: Dr. Dorothee Hansen, Kunsthalle Bremen

Ausstellungsdauer 28.2.2020 bis 27.3.2020, verlängert zunächst bis zum 20.4.2020

Abbildung:
Marikke Heinz-Hoek, NEBEL 1, ( Worpswede), Fotografie 2019, 120/165 cm

Der Ausstellungstitel bezieht sich auf den Anfang

eines Briefes von Rainer Maria Rilke an Clara Westhoff aus dem Jahre 1900, in dem er ein Abendessen entwirft, das er mit poetisch - verführerischen Worten entwickelt. Dazu ist ein Video entstanden. Die Filmbilder wurden an einem Abend im März 2019 in Worpswede gemacht, nahe der Windmühle, die als Wahrzeichen des Künstlerdorfes gilt und die mitsamt Himmel und filigraner Baumkronen eine abendliche Kulisse bildet. Der Film wird eingeleitet vom a cappella Gesang durch Okka von der Damerau. Sie singt die erste Strophe des Beatles Songs IN MY LIFE. Zum melancholischen Anfang und zum Grundsound eines böigen Windes gesellt sich nach und nach ein zartes Klavierspiel, improvisiert von Edeltraut Rath, entstanden in einem der Ateliers in den Künstlerhäusern Worpswede vor den Pferdeweiden. Der gut 6 minütige Film wird permanent im kabinettartigen Nebenraum der Galerie gezeigt, ( bestuhlter Kinoraum en miniature).

Fotografien, Fotoarbeiten, kleine Monitore, Zeichnungen und Vitrineninstallationen mit kleinen Requisiten sind im Hauptraum zu sehen. Das große Nebelbild ist ein Tintenstrahldruck auf Leinwand und versinnbildlicht die Grundidee der von Marikke Heinz-Hoek 2001 begonnenen, immer weitergeführten Reihe STRATEGIEN ZUR LEGENDENBILDUNG, in der neben bewiesenen Fakten vieles unklar bleibt. Das dem großen Nebelbild zugrundeliegende Foto entstand am 8. September 2019 frühmorgens in den Hammewiesen, ebenso die Aufnahmen mit Pferden.

Linkerhand im Raum befinden sich Fotoarbeiten, 2004 entstanden, Rilke (im Gegenlicht), Paula Modersohn-Becker (sich nach Paris sehnend) und Martha Vogeler mit Maria Rohne im Garten des Barkenhoffs. Das Video KAMERATANZ, in Blau gehalten, war 2001 eine Auftragsarbeit von Beate Arnold für den Barkenhoff Worpswede, als Ergänzung zu einer Foto Ausstellung Georg Tapperts, der 1906-1909 in Worpswede lebte und arbeitete. Das Video PAULA SCHREIBT lässt Paulas Tagebücher und Briefe mit Texten und Skizzen vorüberziehen, eine Wiederbelebung ihres biografischen Materials. Auch die Fotoarbeiten zu Martha Vogeler und Maria Rohne, die im Garten des Barkenhoffs in Jugendstilgewändern tanzen, stammen ursprünglich von Tappert, sind hier jedoch als historische Aufnahmen durch verschiedene kameratechnische Effekte bearbeitet worden, sodass sie neues Eigenleben entwickeln.

Abb.: Paula, sich nach Paris sehnend, Fotoarbeit nach Georg Tappert, 2000

Die Objekte und Requisiten in den Vitrinen sind Verweise auf die oben genannten Protagonisten. Da ständig weiter zu Worpswede und seinen Legenden geforscht wird, entstehen auch immer wieder neue, vervollständigte Biografien, Bücher und Spielfilme. So auch hier. Was ist wahr, was nicht? Die hier gezeigten Objekte in den Vitrinen sind bislang nicht öffentlich präsentiert worden. Privates aus alten Nachlässen? Sind die Angaben verlässlich? Legendenbildung?

Das Künstlerdorf selbst ist seit langem ein Touristenmagnet. Man besucht dort Ausstellungen und setzt sich danach ins Cafe. Wer wagt sich ins freie Gelände, auf die Weiden, in die Naturschutzgebiete? Marikke Heinz-Hoek erlebt hautnah Besuch von Libellen und kann mit ihnen sogar ein Selfie machen. Sie lässt sich inspirieren zu Zeichnungen und Texten, die nicht schwarz auf weiß, sondern weiß auf schwarz geschrieben und gezeichnet sind, Zeichnungen, eingeritzt in Fotopapier der Firma Agfa.

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Öffnungszeiten

Mittwoch 15 - 19 Uhr
Donnerstag 15 - 21 Uhr
Freitag 15 - 19 Uhr

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