Galeria Maria Rizzi, Milano

Ausstellung vom 31.10. - 28.11.2008



TT textile texturen IV - Stofftier

TT textile texturen IV - Stofftier
26.9.2008 bis 24.10.2008
Eröffnung: Freitag 26.9.2008 um 20 Uhr

Die Galerie des Westens und die Kuratorin Mechtild Böger freuten sich
die vierte Staffel der Ausstellungsreihe zu zeitgenössischer textiler
Kunst mit eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern präsentieren zu können:

Auf "Der rote Faden" folgte die thematische Verflechtung "Gewebe- Maschen-Draht"
was zum "Muster" führte und in dieser Ausstellung "Stofftier" mit Installation, Objekt und Collage verdichtete.

Die Mitwirkenden dieser Ausstellung:
Patricia Waller, Berlin, mit hintersinnig gehäkelten Tierobjekten.

Simone van gen Hassend, Karsruhe, verdichtet ihre Stofftiere in
Installationen mit einem eigenen Lebensraum.

Michael Scheu und Claudia Schumacher aus Aachen
zeigten die unglaubliche Bandbreite der Natur als textile
Organismen in Vitrinen.

Isabelle Valecka, Bremen, entwickelt aus vielfältigem Material
kleine verletzliche Tierwesen und schafft eine Formvielfalt, die
vom Stoff-Kuscheltier bis zum verletzten, entstelltem Tier reicht.

André Sassenroth von Marnic Circus, Bremen, entführte uns
in die Welt von “Stoffi-Love”, einem Plüschtier - Triptychon.

Foto: Patricia Waller-
„domestic help“, 2006, 5.500 €
Wolle, Füllwatte, Draht, Häkelarbeit
Höhe 40 cm Auflage 2



Wenn Du noch Mut hast, so danke Gott und sei zufrieden.


Bildobjekte von Thomas Behling
29.8. - 19.9.2008

Auf den ersten Blick wirken viele Arbeiten von Behling vertraut:
wir sehen Motive, die wir von Heiligenbildern oder Kitschbildchen kennen. Bilder die aus einer Motivwelt vergangener Tage stammen.

Für seine Bildeobjekte verwendt Behling oft altes Material wie z.B. Rahmen oder gefundenes meist triviales Bildmaterial, wie er gleichermaßen aber auch Neuem den Anschein „alt“ und „authentisch“ zu sein gebe, obwohl es so nie gewesen sein kann.

Bei näherer Betrachtung verschwindet die vermeintliche Eindeutigkeit, die Motive entpuppen sich als vielschichtig und entziehen sich einer klaren Deutung.


www.thomas-behling.de

Abb. "Engel",2007, 44x38cm



Johann Büsen - Interrupt

Johann Büsen “Interrupt“
Ausstellungsdauer: 13.6.2008 - 7.7.2008
Ausstellungseröffnung: Freitag, 13.6.2008, 20 Uhr
Einführung: Frank Laukötter, Kunstsammlungen Böttcherstraße, Bremen
Musikperformance: Flomega


Johann Büsen dient der Computer als Archiv für gesammelte Bilder, die er digital bearbeitet und auf Leinwand druckt. Seine Motive werden auseinander genommen, verdreht, überlagert und collagiert. Der Betrachter wird im Sog der Elemente in das Bildgeschehen verwickelt.



Der 35ste Spieltag



Der 35ste Spieltag 24.5. - 8.6.2008

Der 35ste Spieltag geht in die zweite Saison

Auch am Ende der Bundesligasaison 07/08 gibt es wieder einen künstlerischen Rückblick auf die Heimspiele des SV Werder Bremen.
Wie im vergangenen Jahr wurden 17 KünstlerInnen je ein Heimspiel zugelost, um das Event Fußball künstlerisch in all seinen Facetten zu reflektieren. Jeder Künstler hat seine Begegnung auf seine Weise umgesetzt.
Allerdings war diesmal das Format begrenzt, denn alle Arbeiten mussten zusammen in einen Koffer passen! Dieser Koffer wird als Edition in einer Auflage von unglaublichen 35 multiplen Kunstboxen produziert. Neben Skulpturahlen Objekten werden DVDs von Filmemachern, Malereien, Druckgrafiken, Texte und Fotos, Kleidungsstücke oder Fotoapparate die Koffer mit Inhalt füllen.

Der Koffer hat im Fußball seinen festen Platz. Der Kofferträger, als Metapher für einen Spielertyp, der Koffer des Sanitäters am Rand des Fußballfeldes, den Koffer als Last tragen bei einer Niederlage und im Zuges des Projektes der Koffer, als Inhaltsträger einer bildenden Kunst, die sich eines populären gesellschaftlichen Phänomens annimmt.

Am 24.5.2008 ist es dann soweit:
In der Galerie des Westens kann ab 20h der Inhalt der Koffer in einer Ausstellung begutachtet werden.
Wie im letzten Jahr, soll es im Rahmen der Ausstellungseröffnung ein kulturelles Rahmenprogramm geben. Hierzu wird auch das Cafe KARO mitgenutzt. Das KARO ist ein Veranstaltungsort direkt neben der Galerie. Es wird live Musik Bremer Bands geben, die u. a. Fußballsongs in ihrem Repertoire haben, dazu eine Fußball Karaoke Show (ein unvergessenes Event der letzten Veranstaltung) und sicher noch eine Möglichkeit, das Tanzbein zu schwingen.
Im Mittelpunkt stehen allerdings ein ganz besonderer Fußballverein und die bildende Kunst.
Als Vorgeschmack oder Einstimmung auf das kommende Event empfehlen wir gerne die Website der Künstler: www.35ster-spieltag.de
Die Ausstellung ist bis einschließlich dem 08.06. zu sehen.



TT III, Muster

Artikel in der Kreiszeitung, 11. April 2008

Wenn Texte zueinander finden
"Textile Texturen": Eine Ausstellung in der Bremer Galerie des Westens zeigt Stoffe und ihre Geschichten


Von Johannes Bruggaier
BREMEN (Eig. Ber.) Kleider machen Leute, erkannte schon Gottfried Keller. In erweitertem Verständnis ließe sich auch feststellen: Stoffe sagen mehr als tausend Worte. Das schwarze Polyester steht Heavy-Metal-Kluft näher als die weiße Baumwolle, roter Samt erinnert an den Adelstand, roter Filz an Joseph Beuys. Bremer Künstler haben diese Symbolkraft näher betrachtet. Ihre "Textilen Texturen" sind jetzt in der Galerie des Westens (GaDeWe) zu sehen.
Nicola Hanke erzählt mit Stoffen Geschichten. Eine weiße Tischdecke mit Spitze lässt ihr nicht sichtbares Umfeld erahnbar werden. Es ist die häusliche Einrichtung der älteren Generation. Fern jugendlicher Coolness, mit dem Charme der Vertrautheit: Man kennt diese Sorte aus dem Elternhaus, von Kaffee und Kuchen in geordneten Verhältnissen. Blumenmotive in beißendem Orange und blassem Grün zieren den Stoff auf einem anderen Bild. So sah handelsübliche Bettwäsche in den siebziger Jahren aus. Erinnerungen an die kindliche Verwunderung angesichts des seltsamen Musters steigen auf: Warum diese Farben, wo Blumen doch eigentlich ganz anders aussehen?
Auch Michael Wendt blickt in seiner Foto-Serie "Gaststätte I-III" in die siebziger Jahre zurück. Darauf deutet zumindest der Bezug der (spieß)-bürgerlichen Sitzgarnitur. Orange-rote Rauten mit blütenähnlicher Struktur zieren den dunkelbraunen Grund: der Versuch, sich dem Einfluss der Hippie-Ära nicht gänzlich zu verschließen, ohne dabei die Stammkunden zu verlieren. Knapp schneidet Wendt einen Besucher der Gaststätte an. Zu sehen ist von ihm auf Bild eins nicht viel mehr als sein Arm; mehr ist allerdings für die zeitliche Verortung auch nicht nötig. Die goldene Armbanduhr nämlich entspricht erkennbar einer längst vergangenen Mode, sogar das kleine Stückchen Ärmel lässt sich ihr zuordnen.
Während Künstler wie Hanke und Wendt Textilien zu einem wesentlichen Teil als Zeitzeugnisse begreifen, konzentrieren sich andere auf den Aspekt der stofflichen Wahrnehmung. Elke Graalfs etwa erzeugt in grellen Grüntönen einen "Crash". Auf den ersten Blick ist in ihm lediglich die chaotische Struktur einer Explosion zu erkennen. Dann aber wird man der geordneten Reihung linienförmiger Muster gewahr: Fast scheint es, als handele es sich um Strickmaschen, als zeige Graalfs Bild das Motiv einer besonders farbenfrohen Tagesdecke. Barbara Rosengarth setzt diesem haptischen Effekt eine industrielle Stofflichkeit entgegen. Auf ihren spiegelglatten Flächen wird die strenge Ordnung von Mustern und Farben zur Tapete: das Textil als maschinell gefertigtes Produkt.
Der Begriff des "Textes", abgeleitet aus dem lateinischen "textum" ist seiner Herkunft nach gleichbedeutend mit dem Gewebe. "Textile Texturen" sind demnach eine sinnlose Dopplung, eine tautologische Bestätigung einer grundlegenden Eigenschaft. Tatsächlich aber hat sich das Textverständnis der Gegenwart längst von dem ursprünglichen "Kontext" gelöst: Text gilt heute als ganz und gar unstoffliches Element, geradezu als Sinnbild jeglicher Abstraktion. Die Textilie hingegen hat mit eben dieser Abstraktion scheinbar nicht das Geringste gemein: Stoffe sind zum Tragen und Wärmen da, nicht zum Geschichtenerzählen.
Die aktuelle Ausstellung in der GaDeWe führt die künstlich voneinander getrennten Begriffe wieder zusammen. In den Werken von Hanke, Wendt und Graalfs wird auf eindrucksvolle Weise die Verwandtschaft von Stoff und Wort sichtbar und damit der unmittelbare Bezug zwischen bildhaftem und bildlosem Erzählen. "Textile Texturen", die scheinbar sinnlose Dopplung, erweist sich so als Bewusstwerdung einer in Vergessenheit geratenen Synthese.
(bis 2. Mai in der GaDeWe, Reuterstraße 9-17. Öffnungszeiten: Mi. 15-19 Uhr, Do. 15-21 Uhr, Fr. 15-19 Uhr) • 11.04.2008



“TT” - textile texturen

III. “Muster”, 4.4. - 2.5.2008, Eröffnung am Freitag den
4. April um 20 Uhr in der GaDeWe, Reuterstraße 9-17, 28217 Bremen

Mitwirkende Künstlerinnen/Künstler sind:
Elke Graalfs, Nicola Hanke, Barbara Rosengarth (Malerei)
und Michael Wendt (Fotografie) .



Teil I: "Klasse Takeoka stellt die GaDeWe aus."

In der zweiten Ausstellung der Klasse für experimentelle Plastik des Professors Yuji Takeoka (HfK Bremen) wurde der Galerieraum der GaDeWe selbst zum Kunstwerk.
Die Studierenden nahmen die Besonderheiten des Ausstellungsraumes durch kleine Eingriffe aufs Korn.

7.3. - 14.3.2008



Teil I: "GaDeWe stellt Klasse Takeoka aus"

15.2. - 29.2.2008

Die Klasse für experimentelle Plastik des Prof. Yuji Takeoka der HFK Bremen stellte in einer zweiteiligen Ausstellung in der GaDeWe aus.
In der ersten Ausstellung zeigten Studierende ihre Werke in der GaDeWe. In der zweiten Ausstellung drehten die Studierenden den Spieß um und nahmen den Raum der GaDeWe ins Visier.

Mitwirkende Künstlerinnen und Künstler:
Verena Müller, Birte Endrejat, Natalie Wild, Pia Niewöhner, Ina Raschke, Christian Nils Haake, Heidi Morgenstern, Caro Kammler, Conor Gilligan, Keijiero Fujimoto, Torsten Wagner



Hermann Böke, Linien und Schatten, 18.1.-2.8.2008


Artikel im Stadteil-Kurier:

Schnörkellos und unprätentiös
Hermann Böke stellt "Linien und Schatten" im GaDeWe aus
Von unserer Mitarbeiterin
Anke Velten

WALLE. Die "Linien" und "Schatten" erscheinen nur auf den ersten Blick abstrakt. Auf den zweiten glaubt man sie dann zu sehen: Die Menschenwelt, die ihre Schatten auf dem Papier hinterlassen hat.So mag man ein Orchester erkennen, eine Gruppe von Artisten in Bewegung, tanzende Menschen, einen Spielplatz oder einen Park. Aber ist das tatsächlich so? Sicher sein kann man sich da nie: Hermann Bökes Bilder tragen keine Titel. Sie sind aber eine freundliche Einladung an ihre Betrachter, sich selbst ein Bild zu machen.Schon seit vielen Jahren ist Hermann Böke eng mit der Waller Galerie des Westens verbunden. Am vergangenen Freitag präsentierte der Künstler seine neuesten Arbeiten. Ganz schnörkellos ist der Titel der Ausstellung: Eben "Linien und Schatten" hat der Künstler produziert. Und ganz unprätentiös präsentieren sich die Arbeiten auf Papier, in schlichten Wechselrahmen und in kleinen Formaten. Einzige Ausnahme ist ein 40 Zentimeter breites, 20 Meter langes Wandfries, das rahmenlos seinen Raum einnimmt. Die Arbeiten sind in verschiedenen Techniken ausgeführt, mit kräftigen Pinselstrichen oder als filigrane Bleistiftskizzen.Böke beschäftigt sich seit etwa einem Jahrzehnt mit Serienarbeiten, die in großer Zahl in relativ kurzer Zeit entstehen. Er male "unangestrengt und ohne Botschaft", die Figuren und Szenen, die auf seinen Bildern zu erkennen sind, entstünden unbeabsichtigt, erklärte Gerald Sammet, Freund und Wegbegleiter des Künstlers, in seiner Rede anlässlich der Ausstellungseröffnung. Doch die Spontaneität, der intuitive Zugang und die Absichtslosigkeit mache die "vollendete Magie" dieser Technik aus. Erklären, so Sammet, könne man das nicht: Anschauen schon.Die Ausstellung "Linien und Schatten" ist noch bis zum 8.Februar zu sehen in der GaDeWe, Reuterstraße 9-17. Öffnungszeiten Di, Fr 15-19 Uhr, Do 15-21 Uhr. Weitere Informationen: www.GaDeWe.de.