Heroes und Antikone, Ausstellungsdauer : 17.11. - 21.12. 2012


Heroes und Antikone, Erika Plamann und Eva Matti in der GaDeWe
Vernissage am Freitag dem 16. 11.2012 um 20 Uhr.
Ausstellungsdauer : 17.11. - 21.12. 2012
Einführung: Angela Piplak

Erika Plamann und Eva Matti zeigen Objekte und Leinwände zum Thema Idole.
Zu sehen sind Kultfiguren und Personen des öffentlichen Interesses aus den vergangenen 60 Jahren - ein Stück Zeitgeschichte.

Die Bildhauerin Erika Plamann und die Malerin Eva Matti, beides 1950ger Jahrgänge, geben mit dieser Auswahl gleichzeitig auch einen Abriss ihrer eigenen Geschichte wieder.

So spannt sich der zeitliche Bogen ihrer Sujets von der Ermordung von John F. Kennedy bis hin zur Darstellung Barack Obamas.

Es gibt, gleich mehrfach, Vertreter aus dem für beide Künstlerinnen als prägend empfundenen Musikbereichs zu sehen, aber es sind auch Ikonen der Literatur, des Films, der Wissenschaft, der Mode, der Kunst und des Comics dabei:
so treffen wir natürlich auf Elvis und Albert Schweitzer, aber auch auf Pumuckel und Obelix´ Hund Idefix .

Eva Mattis künstlerische Sprache ist realistisch, jedoch von expressionistischem Pinselstrich bestimmt. Szenarien, Gegenstände und Figuren werden immer wieder neu zusammengestellt und verknüpft. Hinzu kommen dann oftmals abstraktere Elemente wie Zeichen und Symbole oder Textfragmente, so dass Räume für Assoziation und Interpretation entstehen.
Mattis Farben sind gedämpft, wenn es um die von ihr so bezeichneten „Antikone“geht; unheimliche Figuren der Zeitgeschichte wie z.B. Charles Manson.
Leuchtend und freundlich ist ihre Farbpalette dann bei den Heroen der Popgeschichte, wie auf der großen Leinwand zu David Bowie oder zu der Ikone Marilyn Monroe.

Die Künstlerin Erika Plamann erstellt aus Massenprodukten künstlerische Originale. Ihr speziell entwickeltes technisches Verfahren kombiniert Wachsabgüsse mit weiteren Verfremdungen, indem sie den Abguss weiter mit Wachs, Pigmente, Ton und Gips bearbeitet. Aus Massenprodukten werden Unikate.
Mit dieser Bearbeitung verhilft sie dem Trash zu neuem Glanz und Würde.
Für Erika Plamann bietet sich zum Thema dieser Ausstellung ein großer Fundus an Ausgangsmaterial für ihre Arbeit, weil viele der Kultfiguren als kitschige Massenware vermarktet werden.



Ulrich Precht, Zeichnungen u.a.

Ausstellungsdauer : 05. 10.2012 - 09.11.2012

Eröffnung am Freitag dem 5. Oktober 2012 um 20 Uhr


Der Künstler Ulrich Precht aus Bremen-Walle stellt seine neuesten zeichnerischen Werke aus.

Zu sehen sein werden, neben filigran-figürlichen Bleistiftzeichnungen,
auch beeindruckende Pastelle von Landschaften aus dem Bremer Umland.

Ulrich Precht bereist Bremens landschaftliche Umgebung seit Jahren und machte dabei unzählige photographische Skizzen, die später zu Zeichnungen verarbeitet wurden.

Zum ersten Mal stellt der Künstler nun einige dieser Photographien seinen zeichnerischen Werken gegenüber.

Es entstehen so spannende Einblicke in die Arbeitsweise von der Vorlage zum fertigen Bild.

Ulrich Precht besticht durch seine zeichnerische Technik, die die Atmosphäre dieser ruhigen und
stimmungsvollen norddeutschen Ländereien widergibt und erlebbar macht.




3 aus Zwanzig, 8. September bis 21. September 2012

GaDeWe, Reuterstr. 9-17,28217 Bremen

3 aus ZWANZIG

Branka Colic, Annette Meyer und Marlies Nittka

8. September bis 21. September 2012

Eröffnung am Samstag, 8. September 2012 um 20 Uhr


Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 20. Geburtstag des Künstlerhauses Bremen
präsentiert die Galerie des Westens drei Künstlerinnen, die ehemals ihre Ateliers dort hatten oder dort noch haben. Die drei Künstlerinnen verwenden unterschiedliche Medien wie Performance, Zeichnung und Malerei.

Marlies Nittkas zarte Papierarbeiten werden von seltsam anmutenden Formen, Linien und Farben bestimmt. Sie wirken zugleich abstrakt und seltsam bekannt. Ihre Materialien sind Wachs, Ölfarben, Graphit und Buntstift. Die Bilder entstehen als potentiell unfertige Werkreihen, die übereinander gelagert, immer wieder hervorgeholt und weiterbearbeitet werden. Schlieren, Staub und Abrieb schreiben sich in diesen Arbeitsschritten mit in die Werke ein. Zusätzlich zeigt Marlies Nittka größere Leinwandarbeiten.

Annette Meyer nutzt für Ihre opulenten Zeichnungen Bleistift, Graphit und Kugelschreiber. Ihre Werke wirken, als liegen ihnen unsichtbare Konstruktionspläne zugrunde. Sie sind das Resultat einer längeren Beschäftigung mit den chemischen Elementen des Wassers. Ihre Linien umreißen nicht den Gegenstand, sondern wirken als eigenständiges Medium. Die Anzahl der Linien, ihre Wiederholung, Intensität, Anordnung sowie das Aussparen werden so zu etwas Eigenständigem. Ihre Linien entwickeln dabei innerhalb der ihnen zugewiesenen Form eine eigene Dynamik.

Branka Colic spielt mit den Erwartungen an bestimmte Situationen. In ihren Performances geht es um das Verrücken der Dinge, um das Erzeugen von einem Moment der Irritation, um ein Augenzwinkern, weil sich etwas different zu der alltäglichen Wahrnehmung verhält. Orte und Ereignisse sind auf bestimmte Weise kodiert. Branka Colic dekodiert den Ort durch Ereignisse, welche konträr zum Ort erscheinen. Ihre Performances haben eine Direktheit und Unmittelbarkeit, durch die der Betrachter nicht außen vor bleibt, sondern in das Wechselspiel involviert wird.



: ) Robert Barta in der GaDeWe, 22.6. - 20.7.2012

Galerie des Westens, Reuterstraße 9-17, 28217 Bremen, www.gadewe.de

Robert Barta in der GaDeWe, 22.6. - 20.7.2012
Vernissage am 22.6.2012 um 20 Uhr

„Ich versuche Arbeiten zu machen, die vielen Leuten das zurück geben, was Sie als Erwartung in sich tragen“ aus: ttt - Titel Thesen Temperamente, 10/2006, ARD, BR

DAUERBRENNER fordert die Wahrnehmung des Betrachters heraus und evoziert dessen Zweifel, ob das, was er sieht, denn tatsächlich so ist, wie er es sieht: Eine Wachskerze brennt, aber sie brennt – ohne, dass das Wachs verzehrt wird, so scheint es - auf immer demselben Niveau. Der im Sockel verborgene Mechanismus schiebt die Kerze langsam nach oben, so dass ihre Höhe trotz Wachsverlust konstant bleibt. Es war die Idee eine kinetische Arbeit zu machen, die jedoch keine zu sein scheint, da der Betrachter im Allgemeinen keine zwei Stunden vor einem Kunstwerk verbringt. Diese Zeitspanne wäre jedoch nötig, um die Kerze brennen zu sehen, ohne dass sich die Länge um keinen Millimeter verändert hat.
Aus: Heinz Schütz /„Die Kunst der Verkehrung oder die Poesie der reinen Sinnlosigkeit“

Das Thema Zeit kommt unter anderem im Werk von Barta auch bei der Arbeit TIME MACHINE zur Geltung, wo sich eine Modelleisenbahn langsam auf einer in der gegensätzlichen Richtung drehenden Scheibe, kaum vom Fleck bewegt. Die kleine Modelleisenbahn fährt exakt in derselben Geschwindigkeit, wie das große Rad mit den Schienen. Die Arbeit ROSSO CORSA wiederum ist ein Zeitzeuge, der einen materiellen Wert als Abdruck behalten hat und das mit Hilfe einer einfachen Farbe: C300, dem Original Lack eines Ferrari. Eine Leitplanke, die Ihren Dienst getan hat, um ein Fahrzeug abzudämpfen, steht nun demoliert und edel lackiert auf zwei Eisenfüssen da. Das laute Spektakel dauerte hier nur eine Tausendstel-Sekunde und gibt diesen Moment durch ihre Farbigkeit dem Betrachter in statischer Manier wieder.

Die Skulpturen von Robert Barta hinterfragen - nicht ohne Humor - die Dispositive der Ausstellung und die Rolle des Beobachters. In seiner Arbeit MOVE IT ! konfrontiert uns der Künstler mit einer unglaubwürdigen Szene. Uns gegenüber schwingt ein Kaktus in seinem Topf die „Hüften“ um einen Hula-Hoop Reifen kreisen zu lassen. Allen, die aus eigener Erfahrung wissen, wie schwer es ist, einen Hula-Hoop Reifen in Bewegung zu halten, und sei es auch nur für einige Sekunden, erscheint der Anblick einer Topfpflanze bei dieser Übung - die im Allgemeinen eher spielerisch oder sportlichen Zwecken (Gymnastik, Akrobatik) dient oder der Verführung (eine Art Bauchtanz der anderen Art) - noch unpassender und unwahrscheinlicher. Und doch hat die Wissenschaft nachgewiesen, dass Mimikry eine Eigenschaft der Pflanzenwelt ist. Diese scheint hier ihren Höhepunkt zu finden - in Gestalt eines Kaktus, der - trotz einer für diese Art der Übung mehr als ungeeigneten Morphologie - alle bisherigen Rekorde von Hula-Hoop Adepten in den Schatten stellt.
Letztendlich geht es aber um die Frage, ob der Grund für unser großes Erstaunen darin liegt, dass wir eine Pflanze bei einer dem Menschen vorbehaltenen Tätigkeit sehen oder aber in der physischen Glanzleistung, mit der sie es schafft, den Reifen in Schwung zu halten.
Aus: Kevin Muhlen / „Ceci n‘est pas und Casino“, Casino Luxembourg 2010



Die komische Illusion, 16.5. - 15.6.2012

Galerie Des Westens, GaDeWe, 16. 05. 2012 - 15. 06. 2012


Eröffnung am Mittwoch dem 16.5.2012 um 20 Uhr

DIE KOMISCHE ILLUSION

Tino Bittner – Udo Dettmann – Thomas Sander

Die Werke von Tino Bittner, Udo Dettmann und Thomas Sander aus Schwerin bewegen sich in den Medien Malerei, Zeichnung, Objekt, Klang und Video. Ausgangspunkt für die drei ist die Malerei, in deren Kontext ihre Arbeiten letztlich zu sehen sind.

Mit den lasierend übereinander gelegten Videoebenen, verschiebbaren Zeichnungen auf transparenten Folien und Glas, akustischen Bildern und 3D-Arbeiten ziehen sie den Betrachter unmittelbar in den Wirkungsraum der ‚Malerei mit anderen Mitteln‘.

Durch die in den Arbeiten der Künstler erzeugte Brechung oder Parallaxe – also die scheinbare Verschiebung der Position eines Objektes – bündeln sich die Aspekte ihrer ästhetischen und inhaltlichen Herangehensweise.

Eine Verschiebung ersetzt oft Kleines durch Großes, Leises durch Lautes, ein Ding durch ein anderes, das dann als Fetisch, Metapher oder komische Illusion fungiert. Es nimmt nun den Platz des Abwesenden ein und symbolisiert es. Dort, wo einmal das Große war, ist nun das Kleine und nimmt seinen Platz ein.

Was ist aber, wenn die Verschiebung in den gezeigten Arbeiten nicht einfach nur subjektiv ist?
Was ist, wenn sie gerade vom Gegenstand selbst und seinen ihm innewohnenden Antagonismen ausgeht?

Ein dreiteiliger Katalog mit Arbeiten der Künstler begleitet die Ausstellung.



MAPS - Bogdan Hoffmann und Dadi Wirz


14. April – 11. Mai 2012
MAPS - Bogdan Hoffmann und Dadi Wirz


Die Eröffnung der Ausstellung ist am Samstag, 14. April um 20 Uhr.


Die Ausstellung mit dem Titel MAPS zeigt künstlerische Strategien und Arbeiten der Künstler Bogdan Hoffmann und Dadi Wirz, in denen das Thema Landschaft und Land in unterschiedlicher Weise reflektiert wird.

Seit Ende der 1980er Jahre sind Weltkarten das zentrale Thema im Werk des Bremer Künstlers Bogdan Hoffmann. Ausgehend von der fotografischen Erfassung von Partien eines Globus, setzt er seine „Weltsichten“ in Form von Holz- und Linoldrucken zu neuen Landkarten zusammen. Hoffmann erschafft durch seine konzeptuelle Herangehensweise „Karten“, die durch neue Kombinationen und Variationen den Erdball in ein individuelles Geflecht von Flächen und Linien transferiert.

Während Hoffmann die Erdoberfläche auf der Basis kartografischer Erkenntnisse erkundet, steht bei dem Schweizer Künstler Dadi Wirz das Bereisen und Erforschen fremder Länder sowie die künstlerische Umsetzung des dort Erlebten im Vordergrund. Die Kartografie der Erinnerung ist Ausgangspunkt für die Arbeiten des Künstlers. Eine Werkgruppe zeigt Inselsilhouetten aus geschwärztem Eisen. Sie stellen die vom Künstler bereisten Inseln der Weltmeere dar. Montiert sind sie auf historische Uhrmacherkästen, die mit schimmerndem Bienenwachs ausgekleidet sind und ihrerseits eine Art Koordinatensystem bilden. Die unendlich scheinende Welt der Inseln, die sich permanent verändert, steht im starken Kontrast zu den kleinteiligen auf Exaktheit bedachten Uhrmacherapparaturen. Das Grundmotiv des Zusammenspiels von Natur und Technologie zieht sich auch durch Wirz´ andere Installationen.

Anja Wohlgemuth



Der Sohn des „wilden Weissen“:
Finissage mit Dadi Wirz in der GaDeWe
Von der Kunst des Schweizers Dadi Wirz sind viele fasziniert, von seiner Biographie
ausnahmslos alle, die sie kennen. Bereits mit 14 Jahren hatte Dadi Wirz die halbe
Welt bereist, weil er seinen Vater, den Ethnologen Paul Wirz, auf diversen
Forschungsreisen nach Neuguinea, Ceylon, Afrika und Lateinamerika begleitet hatte.
Später lebte er selbst in Frankreich, Marokko und Portugal und lehrte als Gastdozent
in Brasilien, den USA und der Schweiz. Einzelausstellungen hatte er in Argentinien,
Brasilien, Bulgarien, Frankreich, Österreich, Portugal, Russland, Spanien und USA.
Vor einigen Jahren reiste Dadi Wirz mit seinem Sohn Pawi auf Spurensuche nach
Vater und Großvater erneut nach Neuguinea. Dabei entstand der preisgekrönte Film
„Der wilde Weisse“. Seit Mitte April zeigt die Galerie des Westens (GaDeWe) in
Bremen Walle eine Gemeinschaftsausstellung von Dadi Wirz und dem Bremer
Künstler Bogdan Hoffmann.

Bei der Finissage am
Freitag, 11. Mai 2012
15 bis 16 Uhr
in der Galerie des Westens
(Reuterstraße 9-17)
ist Dadi Wirz anwesend und erzählt in der Live-Sendung „Nordwestradio unterwegs“
aus seinem Leben.
Mit dabei ist Carsten Ahrens, Direktor der Weserburg | Museum für moderne Kunst
Moderation: Theo Schlüter

Die Veranstaltung ist öffentlich. Gäste sind herzlich willkommen.



AKTIV - Künstler und Künstlerinnen der Galerie, 14.3.-1.4.2012


AKTIV - Künstler und Künstlerinnen der Galerie, 14.3.-1.4.2012


Thomas Behling
Mechtild Böger
Julia Braun
Tom Gefken
Erika Plamann
Ulrich Precht
Isabel Valecka
Michael Wendt

AKTIV - die GaDeWe zeigt in der Zeit ab dem Mittwoch dem 14. März
die Ausstellung AKTIV.
Künstler und Künstlerinnen der GaDeWe präsentieren dort ihre Werke.

Malerei, Objektkunst, Fotografie, Grafik werden zur Ausstellung gebracht.

Ab Mittwoch dem 14. März bis zur Finissage am 1. April um 15 Uhr, ist die
Ausstellung während der normalen Öffnungszeiten für Alle zu sehen.

Offen: Mi. und FR. 15-19 Uhr
Do. 15.21 Uhr



Swaantje Güntzel Instant Pets,10.2. – 9.3.2012


Instant Pets [Objekt|Video|Stickarbeiten]


Im Fokus der künstlerischen Arbeit von Swaantje Güntzel (*1972) steht die Analyse des entfremdeten Verhältnisses zwischen Mensch und Natur. Sie seziert die Widersprüchlichkeit unserer Handlungen und entlarvt die Scheinheiligkeit des pseudo-ethischen Wertesystems einer Zeit in der systematische Tierquälerei und Naturzerstörung ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht haben während gleichzeitig die leidenschaftliche Naturliebe des Menschen zelebriert wird.

Instant Pets umfasst eine Auswahl aktueller Arbeiten die sich vorrangig mit der Beziehung Mensch-Tier in Industriegesellschaften beschäftigt. Im Vordergrund steht dabei die Frage in welcher Weise und in welchem Selbstverständnis sich der Mensch des Tiers bedient und welche Folgen damit für das Tier verbunden sind.

So zeigt z.B. das knapp 30-minütige Video Critter operated chopper zwei Hamster die einen Abend lang in sog. “exercise toys” (hier: stilisierte Motorräder mit integriertem Hamsterrad) gefilmt wurden. „Exercise toys“ werden in der Kleintierhaltung verwendet um Nagern Bewegung außerhalb des Käfigs zu bieten. In nicht enden wollender Monotonie wird die erzwungene Agonie und Leere, die Tiere in Gefangenschaft erleben reflektiert, sowie entlarvt in welcher Weise die Kreatur zum reinen Unterhaltungsgegenstand des Menschen verkommt.

Die Reihe Grinseschweine umfasst Fotografien und Stickarbeiten die die cartoon-artigen Tierabbildungen auf Schlachttransportern und Tierproduktverpackungen zeigen. Allen Abbildungen ist gemein, dass alle Tiere lachend oder in anderer Weise „heiter“ inszeniert sind, wie ein Huhn in einer Hängematte auf der Eierschachtel eines finnischen Legehennenbetriebs oder das grinsende Schwein auf der Rückseite eines dänischen Schlachtbetrieb-LKWs.

Indem Swaantje Güntzel Aspekte täglicher Realität abstrahiert und in fast verspielt-naiver Weise nur leicht überzeichnet, offenbart sich, dass unser Alltag schon längst apokalyptische Züge aufweist, die wir jedoch bisher gut zu verdrängen wussten - ob in der Kleintierhaltung, der Landwirtschaft, Zoos oder an den Stränden Hawaiis.



Sebastian Dannenberg und Andre´ Sassenroth, "Upper" , 6.1 bis 3.2.2012

text von sassenroth/dannenberg:

"Zu sehen sein wird eine Ausstellung welche Installation und Malerei zu verbinden sucht. Der Besucher wird in luftige Höhen versetzt, das Spiel mit der Dachkante, der ausgedienten Leuchtreklame sowie eine fragwürdige Klangkulisse werden ihn zur Vorsicht mahnen auf seinem Weg durch die Räumlichkeiten der GaDeWe."