Amorak

A. Bitter
M. Kang
T.Reinecke
S. Reuschel
Z. Schmidt

25.5. - 28.6.2013



Freundschaft - GaDeWe and Friends



Freundschaft - GaDeWe and Friends

Freundschaft - GaDeWe and Friends
Die Galerie des Westens, Bremens dienstälteste Produzentengalerie - seit 1985!
Eine Gemeinschaftsausstellung renommierter Bremer Künstlerinnen und Künstler,
die der Galerie freundschaftlich verbunden sind.
In diesem Fall sind die Namen das Programm.
Wir freuen uns auf eine Bilderflut in unseren Räumen in der Reuterstraße in Walle.
Mitwirkende Künstler/innen sind unter Anderem:
Frank Albrecht
Diana Alonso
Thomas Behling
Mechtild Böger
Andreas Braun
Susanne Bollenhagen
Kirsten Brünjes
Claudia Christoffel
Tom Gefken
Claus Haensel
Marikke Heinz-Hoek
Maggie Luitjens
Eva Matti
Erika Plamann
Ulrich Precht
Edith Pundt
Dieter Rogge
André Sassenroth
Anne Schlöpke
Uwe Teichmann
Isabel Valecka
Oliver Voigt
Michael Wendt
Reinhold Budde
Herwig Gillerke
Cordula Prieser
Christine Prinz
Barbara Rosengarth
Jens Weyers
Wolfgang Zach

Ausstellungsdauer: 18.10. bis 22.11.2013
Eröffnung: Freitag den 18.10.2013 um 20.00 Uhr



Mirsad Herenda – Plastiken

16.08. – 20.09.2013

Der Bildhauer Mirsad Herenda stellt in seinen raumgreifenden Stahl- und Drahtskulpturen das Verhältnis des Menschen zur Natur dar. Seine naturalistischen Figuren von Tieren, Bäumen und Menschen schweißt der Künstler intuitiv, nach einem inneren Bild in seinem Atelier zusammen. Dabei wirken seine Arbeiten trotz der Schwere des Materials fragil und transparent. Steinböcke und Hasen rasen scheinbar an dem Betrachter vorbei. Aufgescheuchte Vögel fliegen augenscheinlich über ihn hinweg. Die scheuen Wesen wirken oft wie auf der Flucht oder wie auf dem Sprung. Über seine bizarren Baumlandschaften, denen man den Verfall ansieht, könnte ein vermeintlicher Sturm hinweg gefegt sein. Die Plastiken Herendas entwickeln im Raum eine Spannung, die man fühlen kann. Sie zeigen den Moment des Übergangs, Situationen vor oder nach denen etwas Virulentes zu geschehen scheint, wobei der Grund dafür offen bleibt.



“Nicht Wirklich”, Fotografien von Michael Wendt


“Nicht Wirklich”

Fotografien von Michael Wendt 2000 - 2013
Eröffnung der Ausstellung am 22.02.2013 um 20 Uhr,
Ausstellungsdauer: 22.2. - 15.3.2013


Wie kann man lebendiges Leben künstlerisch konservieren?
Wie sehen Erinnerungen, die nur als “gedachte” Bilder in uns selbst existieren,
als gerahmte Fotografie aus?

Wir machen Fotografien oder Filme von unseren persönlichen Lebenshöhepunkten,
von Menschen und Dingen, die uns besonders viel bedeuten oder von Ereignissen,
die traditionell dokumentiert werden “müssen”.
So gibt es immer wiederkehrende ritualisierte Bildsprachen, beispielsweise in den Posen der Personen oder in der Aufnahmetechnik der Fotografen.

Michael Wendt spürt mit seiner analogen und seiner digitalen Kamera
mit den selbstenwickelten Objektiven diesen Bildinhalten nach.
Er taucht ein in die Welten der einst Real- und heute in bildlichen Überlieferungen “lebenden” Figuren, die ihre Vergangenheit durch eine neue künstlerische Interpretation in die Gegenwart hinübergerettet haben.


Wie der “Video-Still” , also die stehende, eingefrorene Szene eines Filmes,
können wir bei den Werken des Bremer Fotokünstlers von einer Art “Life-Still”
sprechen. Bilder von Menschen und Szenen, die trotz des starren, verharrenden Charakters einer Fotografie lebendig bleiben: Männer die in der Landschaft neben ihrem Automobil posieren, ein Paar an einer winterlichen Straße und all die anderen Figuren und Szenerien.
All Jene, die uns in der Ausstellung begegnen werden sind nicht so “Still”, wie wir das im Allgemeinen aus unseren Familienalben gewohnt sind.

Dank Michael Wendts fotografischer Technik bleiben diese Personen und ihre Umgebung lebendig.
Durch den Einsatz selbstentwickelter Optik, mittels Derer eine wohldurchdachter Wechsel von Schärfe und Unschärfezonen, sowie Verwischungen und Verdrehung der Perspektive möglich wird, erscheint die Szenerie in den Bildern vielschichtig und lebendig.


Zum Abschluss möchte ich die Bremer Galeristin Barbara Claassen-Schmal zitieren, die in
dem Katalogtext der SWB Galerie 2004 zu Wendts Fotografien schreibt:
“So könnte man behaupten, Michael Wendt schafft Fotografien mit filmischen Erlebnisqualitäten oder schweifende Erinnerungen, wie wenn man während einer langen Eisenbahnfahrt aus dem Fenster schaut.”


Walter Maria Korn, Texte zu zeitgenössischer Kunst, Schwerin 2009