Reinhold Budde. BÜHNE # RAUM

Das Werk von Reinhold Budde lässt sich nicht innerhalb klassischer Gattungsgrenzen befragen. Vielmehr oszillieren die Werke des Künstlers zwischen den Bedingungen von Malerei und Bildhauerei, oder aber auch Architektur und Design. Durch Verweise auf die Bühne, als Raum der Illusion und Utopie, greift Buddes Arbeit nun auch in die performativen Künste aus.
Für die Ausstellungsräume der GaDeWe hat Reinhold Budde ein Konzept entwickelt, in dem sich der Ausstellungsort, die installierten Werke und der Betrachter selbst zu einem Ganzen verbinden. Bereits auf der Straße wird der Besucher durch ein großes Spiegelfenster mit der Reflexion von sich und seinem Umraum konfrontiert ein Motiv, das in den Ausstellungsraum leitet und sich dort zu einem System von Bezügen ausweitet, mit dem der Künstler die eigenwillige Architektur und Geschichte des Ausstellungsraumes erkundet.
Buddes künstlerische Mittel sind der Minimal Art eng verbunden: monochrome Farbfläche, sich wiederholende Proportionen, das absolute Zurückdrängen von Künstlerpersönlichkeit sowie die direkte Auseinandersetzung mit Raum. Während der „Urvater“ des Minimalismus, Donald Judd (1928–1994), mit seinen „specific objects“ sich – von der Bildhauerei ausgehend – auf eine Suche nach etwas zwischen Bildhauerei und Malerei aufmachte, so ist und bleibt für Reinhold Budde der Ausgangspunkt die Malerei selbst. Über Jahre entwickelte der in Bremen arbeitende Künstler eine Formensprache, in der sich die Malerei wortwörtlich immer weiter von der Wand entfernte und den Raum einnahm. Konsequent löste er die physische Verbindung von Wand und Bildträger und nahm die entstandene Leerstelle künstlerisch durch farbige Resonanzräume ein. Diesen stellt er nun zunehmend freiplastische, farblich korrespondierende Elemente gegenüber.
Reinhold Budde zeigt mit seiner Ausstellung in den Räumen der GaDeWe, dass Kunst nur über eine aktive Raumwahrnehmung erfahrbar ist. Abbildungen mögen eine Ahnung des ästhetischen Konzepts vermitteln, bleiben aber hinter dem physischen Erleben zurück.

Yvette Deseyve


14. November – 19. Dezember 2014
Eröffnung am 14.11.2014, 20 Uhr
GaDeWe
Reuterstraße 9
28217 Bremen
Tel. 0421/380 79 90 www.gadewe.de
Mi 15–19 Uhr, Do 15–21 Uhr, Fr 15–19 Uhr

Foto: Jens Weyers



Franziska Klose und Stefan Roigk „NT / decomposed.“


Ausstellungsdauer 27.09.2014 bis 17.10.2014

Öffnungszeiten: Mittwoch und Freitag 15-19 Uhr, Donnerstag 15-21 Uhr

In ihrer ersten gemeinsamen Ausstellung „NT / decomposed.“ kombinieren Franziska Klose und Stefan Roigk zwei eigenständige Arbeiten, die Fotografie, Objekt und Sound installativ miteinander verbinden.

Franziska Klose zeigt eine Plakatarbeit, die als dritte Künstlerpublikation ihrer Reihe DSTR erscheint. „DSTR#3 / NT“ besteht aus drei doppelseitig bedruckten A0 Plakaten.
Auf der Vorderseite sind Abbildungen von nuklearen Tests zu sehen.
Die Rückseiten sind mit einer Auflistung der über 2.035 Atomtests bedruckt, die zwischen 1945 und 2006 weltweit durchgeführt wurden.

Stefan Roigk zeigt die Rauminstallation „expanded“ ist eine Art chaotische Skizze, durch die sich die Rezipienten dschungelgleich hindurchschlagen können. In der Rauminstallation „expanded“ werden die Bearbeitungstechniken des Klangmaterials auf die skulpturalen Elemente übertragen und die ästhetischen Praktiken der traditionellen Musique Concrète in die dritte Dimension



Ein langsamer Nagel

Ein langsamer Nagel-Klasse für Zeichnung der HFK Bremen stellt ihre Werke in der GaDeWe aus.

Mitwirkende:
Svenja Hinrichs
Myong-Hee Ki
Vincent Kück
Nina Lempenauer
Mari Lena Rapprich
Matthias Ruthenberg

Ausstellungsdauer: 18.7.2014 - 1.8.2014



Nina Maria Küchler und Nadine Städler “My True Parrot, # 2”

Nina Maria Küchler und Nadine Städler
“My True Parrot, # 2”


13.6. - 13.7.2014 GaDeWe
Eröffnung: 13.6.2014 um 20.00 Uhr
Finissage: 13.7. um 15.00 Uhr

Nina Maria Küchler (* 1978), Preisträgerin des Paula-Modersohn-Becker-Kunstpreises 2013 und Nadine Städler (* 1979) haben bereits 2011 für eine Präsentation auf dem Kunstfrühling Bremen zusammen gearbeitet. Ab Mitte Juni zeigen die beiden Künstlerinnen ihre jeweils neuen Arbeiten in der Galerie des Westens. Die formalen Überschneidungen in ihren Ansätzen setzen Küchler und Städler bewusst in Dialog und hinterfragen auf diese Weise sowohl ihr Gegenüber als auch die eigene Position. In der Galerie des Westens werden vor Ort Rauminstallationen entstehen, die Wiederholungen, Vervielfachungen und Spiegelungen ästhetischer Prozesse thematisieren. Eine Kombination, bei der Malerei, Projektion, Zeichnung und Skulptur aufeinander treffen.

Seit 2012 arbeiten Küchler und Städler an einem gemeinsamen digitalen Archiv zum Thema „Vögel“. Die Künstlerinnen beschäftigen sich hierbei mit dem Kategorisieren, Ordnen und Filtern von Bildmaterial. Das Archiv bildete bereits 2012 die Grundlage für den ersten Teil einer Kooperation im Syker Vorwerk. Aus dieser Sammlung speist sich nun auch das ausstellungsbegleitende Heft "My True Parrot, #2".
Auf Grundlage der Recherchen des ständig wachsenden Archivs entsteht eine Auswahl voller poetischer Schönheit und kluger Verweise auf die jüngere Kunstgeschichte. Der namensgebende Papagei wird einerseits assoziiert mit Wiederholung und Imitation, kann andererseits auch gelesen werden als Metapher für den Kunstbetrieb, seine Diskurse und Aneignungsprozesse, seine Klischees und Rollenzuschreibungen.



8. Bremer Kunstfrühling, 16. Mai bis 25. Mai 2014

Bremer Kunstfrühling, die GaDeWe ist dabei!
16. Mai bis 25. Mai 2014, täglich von 11 – 20 Uhr | Eröffnung: 15. Mai, 19 Uhr
8. Bremer Kunstfrühling in der Gleishalle am Güterbahnhof | Beim Handelsmuseum 9 | 28195 Bremen | www.kunstfruehling.de
Der Bremer Verband Bildender Künstlerinnen und Künstler
veranstaltet in der Gleishalle am Güterbahnhof zum 8. Mal den
Bremer Kunstfrühling.
Museen, Kunstvereine und Galerien aus Bremen und dem Umland
präsentieren auf einer Ausstellungsfläche von insgesamt 14.000 m2
zeitgenössische Kunst. Partnerstadt auf dem Kunstfrühling 2014
ist Hamburg.
Den Besucherinnen und Besuchern bietet sich beim Gang durch
die Ausstellung ein spannender Austausch mit aktuellen Kunstbeiträgen.
Neben den künstlerischen Institutionen präsentieren sich
außerdem wieder zahlreiche Künstlerinnen und Künstler mit ihren
Arbeiten in einer Sonderausstellung mit dem Titel:
Notausgang am Horizont, kuratiert von Ludwig Seyfarth aus Berlin.


Kunstfrühling 2014, GaDeWe, Galerie des Westens

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler:


Thomas Behling, Bildobjekt

Mechtild Böger, Installation, Objektkunst

Tom Gefken, Objektkasten

Erika Plamann, Plastik, Objektkunst

Ulrich Precht, Zeichnung, Druckgrafik

Heiner Preißing, Zeichnung, Druckgrafik

Andre´ Sassenroth, Installation

Isabel Valecka, Objektkasten an der Wand.

Michael Wendt, Fotografie (Abbildung: Der Radfahrer,Fotografie,2013)