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Die Bremer K黱stlerin Annemarie Str黰pfler nutzt auf immer neue Weise das 鋖teste und schlichteste fotografische Verfahren der Camera Obscura. Licht - geb黱delt durch eine kleine Blenden鰂fnung - projiziert den Au遝nraum in das Innere der Camera Obscura und verortet damit auf ungew鰄nliche Art die Galerie des Westens in der Reuterstra遝 in Bremen-Walle.
Gegen黚er der heutigen schnell greifbaren, digitalen fotografischen Technologie steht die Lochkamera f黵 Entschleunigung und erm鰃licht der K黱stlerin, die mit dem Verfahren verbundenen Prozesse auch Zufallsph鋘omene - sichtbar zu machen.
Hierf黵 verwendet sie unterschiedliche Kameraformate:
Zum einen funktionierte sie das Kabinett der Galerie selbst um zu einer Kamera, welche auch w鋒rend der Ausstellungszeiten begehbar ist.
Au遝rdem installierte sie im Umfeld der Galerie 10 selbst gebaute Lochkameras, um w鋒rend der Wintermonate die Sonnenbahnen 黚er Dachfirsten aus unterschiedlichem Blickwinkel aufzuzeichnen.
Dabei ist f黵 die K黱stlerin die Camera Obscura mehr als nur ein technisch-physikalisches Medium, das Lichtprojektionen erm鰃licht, sondern -wie vor Ort geschehen - die Kamera selbst wird zu einem subversiven Element in der 鰂fentlichen Wahrnehmung, das in der heutigen Zeit f黵 Irritation sorgt.
Dr. Frank Lauk鰐ter

Vernissage am 8.4.2016 um 20 Uhr
Ausstellungsdauer: 09.04.2016 13.05.2016

Abbildung: 53񴆞7揘 / 84719揈 Orbit 1/29.10. - 20.12.2015



Heiner Prei遡ng 05.02.2016 - 11.03.2016

Einf黨rende Worte zur Ausstellung von Heiner Prei遡ng 2016 in der GaDeWe, von Mechtild B鰃er
Wir w黵digen mit dieser Einzelausstellung unseren guten Freund und Kollegen,
Heiner Prei遡ng der 2010 nach schwerer Krankheit verstorben ist. Seine letzte Einzelausstellung in der Galerie des Westens hatte er 2004. Umso mehr freuen wir uns, ihnen Heiner Prei遡ngs Werke nach doch inzwischen12 Jahren pr鋝entieren zu k鰊nen.
Als ich damals Heiner fragte was er mit seinen Bildern sagen will, blieben seine Worte verhalten. Eigentlich kein Wunder, wenn man ehrlich ist, denn seine Bilder ziehen den Betrachter mit einer Hauptszene in ihren Bann und er鰂fnen dann nach und nach verschiedenste Erz鋒lstr鋘ge durch Perspektive, genauso wie durch 黚ereinander schieben von Szenarien, - vielf鋖tig erg鋘zt durch Details, die wie Kommentare eingeflochten sind. Man wird schnell der Illusion beraubt mit wenigen Blicken die Hauptaussage eines Bildes entschl黶seln zu k鰊nen. Weil man visuell in einem dicht gewobenes Netz gefangen wird.
Schauen wir auf das Bild oT. (T鋘zerinnen)
Arme, K鰎per, Bewegungen, junge M鋘ner und Frauen - Ein Gesicht strahlt besonders heraus, geradezu im Lichtkegel, eine Hand f鋘gt unseren Blick zwischen den Fingern Steine wie Tennisb鋖le, wurfbereit, um den Gegner, den wir nicht sehen, zu treffen. Hinter und neben ihm stapeln sich die jungen Gesichter und K鰎per zu einer Meute.
Eine genau durch gedachte - planvoll angelegte Komposition von K鰎pern. Ineinander verwoben. Bewegungen vorne geh鰎en zu K鰎pern im Hintergrund und umgekehrt. Das Faszinierendste ist, Heiner Prei遡ng f黨rt uns in die unterschiedlichsten Erz鋒lebenen und zwingt uns Blickpriorit鋞en auf um diese gleich wieder in Frage zustellt.
Vielleicht kann ich es an zwei Beispielen verdeutlichen.
Erstens es gibt die Steinewerfer, die nebenbei gesagt: sehr an jungen M鋘ner im Gazastreifen erinnern, die ihren Wiederstand mit Wurfgeschossen gegen israelische Soldaten, schon zu einer rituellen Handlung machen.
Die zweite Gruppe sind 凞ie T鋘zerinnen.
Ganz rechts auf dem Bild sind zwei Figuren einander nicht nur zugewandt - Sie ber黨ren einander. Der R點ken geh鰎t offensichtlich zu einer Frau. Der Mann hinter ihr, scheint sie sch黷zend zu halten. Im Oberk鰎per ist sie etwas zusammen gekr黰mt, die rechte Hand des Mannes liegt auf ihrer linken Schulter. Es ist wie eine Umarmung. Schaut man aber nach unten zu den Beinen ist ersichtlich, das hier tats鋍hlich zwei unterschiedliche Welten ineinandergeschoben wurden.
Am deutlichsten wurde mir, seine genau erdachte Verkn黳fung zweier Szenen an der zuvor beschriebenen Einstiegsfigur.
L鋝st man den Blick bei dem Steinewerfer nach unten gleiten und sucht den K鰎peraufbau des Werfers erlebt man eine 躡erraschung, das rechte Bein ist gekleidet, wie das einer Ballerina mit 凩egwarmers. Somit sucht man zu dem falschen Bein den richtigen K鰎per. Ich habe erst danach gesehen, das nicht nur drei Frauen auf den Bild sind, sondern mindestens vier.
Aber warum die Verschmelzung zweier K鰎per aus so unterschiedlichen Kulturen. F黵 mich verbindet Heiner Prei遡ng, dadurch die Thematik des Tanzes der Hochkultur mit den Steinewerfern und ihrem neuen Tanz um den Kampf f黵 eine eigene Kultur.

Zu einem anderen Bild der Titel 刄nterwegs
Auf den ersten Blick eine Fahrradfahrerszene - Drei Personen auf einem Fahrrad mit einem Hund in ihrem Gefolge
W鋒rend ich mir bei dem gerade gesehenen Bild sicher war, wodurch mein Blick als erstes gefangen wurde, ist es hier schwieriger. Vielleicht ist es der Kopf des jungen Mannes, denn er liegt im Zentrum. Durch seine aufrechte Haltung und seine hell leuchtenden Arme wandert der Blick nach unten zum Lenker, dann zu den hellen Beinen, zum hageren Gesicht des alten Mannes. Seine graue Gesichtshaut und die mageren Beine lassen ihn schw鋍hlich und krank wirkt. Dieser Eindruck wird durch die Art des Farbauf- bzw. Farbabtrags verst鋜kt.
Haltung und Blick des 膌teren weisen wieder zu dem jungen Mann, der das Fahrrad mit seinen eigenwilligen Passagieren durch die Fluten schiebt. Er ist der Kr鋐tigste und 黚er seine Ohrst鰌sel mit der heutigen Medienwelt verbunden. Nun r點kt der Junge ins Blickfeld, und durch seinen, uns zugewandten Blick, wird er unser direkter Gespr鋍hspartner. Mit scheinbar lachendem Gesicht holt er uns in diese Szenerie hinein. Feine rote 膁erchen im Gesicht und die rot schimmernde Schulter er鰂fnet den Gedanken an Verletztheit. Dennoch wirkt der Junge aggressiv, da das intensive Rot irritiert und der gewonnene Eindruck ist zwiesp鋖tig.
Rechts eine Frau im gr黱en Kleid. Ist sie Europ鋏rin? Ich finde nicht: das Heiner Prei遡ng mir eine genaue Antwort gibt. Stattdessen gibt er mir durch sie; 黚er den Schlauch in ihrer Hand den Hinweis auf Wassergebrauch bzw. 杤erbrauch?
Eine wei遝 Gitterstruktur, die Ihren K鰎per 黚erlappt erinnert an Stadtpl鋘e und hinter ihr ist eine riesige grauwei遝 Wand sehr eindeutig als Altpapierbl鯿ke gekennzeichnet. Best鋞igt wird dies durch eine Papiert黷e die unterhalb der wei遝n Gitterstruktur, im Wasser schwimmt. Eine T黷e mit dem europaweiten Kennzeichen f黵 Verpackungsrecycling, also 凞em gr黱en Punkt, sowie der Aufschrift Mehl ein Hinweis auf eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel oder sogar eines der wichtigsten Saatg黷er 黚erhaupt, dem Getreide. Versuche Bildelemente eindeutig zu interpretieren und von ihnen ausgehend einfache Schlussfolgerungen zu ziehen; m黶sen bei dieser Komplexit鋞 scheitern.
Gelb leuchtende M鋘ner stehen links von dem gro遝n Abfallblock. Alle in eine Richtung schauend alle mit dem R點ken zu uns und alle in der Kleidung, die man allgemein mit dem Geheimdienst in Verbindung bringt. Hinzu kommt: alle stehen vor einer Gr黱blauen Fl鋍he die sicherlich nicht von ungef鋒r an eine Landkarte erinnert
F黵 wen oder was stehen diese gelben 剋estlich gekleideten Gestalten?
Was ist die Blauschwarze Fl鋍he, vor der die Karte schwebt, ein Vorhang eines Apokalyptischen Theaters??? Und wie verh鋖t es sich mit dem aufgew黨lten Wasser unterhalb des Vorhangs, dass das Land auf dem die M鋘ner stehen gef鋒rlich umsp黮t. Sind die blauen Steinquader, die wunderbar unseren Blick zur點k zum Altpapier f黨ren, aus rein formalen Gr黱den dort platziert. Oder kann ich ihnen eine Bedeutung zuweisen?
Betrachtet man Heiner Prei遡ngs Bilder bl鋞tert sich bei uns ein ganzer Katalog eigener Assoziationen auf. Sicherlich kommt dies auch durch seine Quellen. Neben privaten Fotos sind es vorwiegend Bilder der Tagespresse, Illustrierte. - Bilder aus allen Medien, wodurch er auf ein kollektives Ged鋍htnis zur點kgreift. Zus鋞zlich finden wir h鋟fig Bildtitel, wie zum Beispiel 刉o ist hier der Grenzverlauf die einem der erste Wegweiser sein k鰊nen.
Heiner Prei遡ngs Arbeiten 黚erfluten uns mit Informationen und fordern unser Schauen ob dieser vielen Versatzst點ke. Man mag diese Malerei als zu deutlich, als zu krass empfinden, gerade das malerische K鰊nen, die Beherrschung der Anatomie, das pr鋤ise Einsetzen von Transparenzen, den Aufbau der Blickf黨rung /unteranderem mittels der Farbe / nutz er, um Weltgeschehen visuell neu und in gr鲞eren Zusammenh鋘gen zu erz鋒len. Wir alle haben jeder f黵 sich eine gesellschaftliche Position sowie eine Meinung zum Weltgeschehen. Prei遡ng deckt seine auf, ohne Wertung und verbindet, auf wunderbare Weise unsere eigenen Interpretationen zu einem neuen Ganzen.
Mechtild B鰃er

Anhang
Wie wichtig manchmal auch Worte sind ist kurz angerissen bei dem Bild 凜heckpoint (Geranien).
Am unteren Bildrand steht sie nicht nur gemalt sondern auch ausgeschrieben falls jemand von uns vergessen haben sollte wie sie aussieht oder glauben k鰊nte ihre Bedeutung sei, ob ihrer Position ganz unten, unwichtig.
Diese Pflanze ziert immer noch gut gepflegte Balkone. 2014 erschien ein wundersch鰊er Artikel in der Zeit (Es sei erw鋒nt: Heiner Bild entstand 2001) Diese spezielle Pflanze ist eine der ersten Einwanderer aus Afrika, um 1686 bl黨ten im Botanischen Garten der Stadt Leiden bereits zehn verschiedene Arten. W鋒rend sie gerne in ihrer Ursprungspracht eingef黨rt wurde, werden Fl點htende unter Chemieduschen gestellt und ihrer Haut beraubt.



30 Jahre GaDeWe eine Retro-Revue


Die Galerie des Westens feiert ihr 30-j鋒riges Bestehen und neben diversen Ausstellungen haben in den vergangenen Jahren auch mehrere hundert Auff黨rungen und Vorstellungen in den R鋟men der Reuterstra遝 9-17 stattgefunden.

Am Samstag, den 16.1.2016 um 20 Uhr werden im Rahmen einer kleinen Revue wieder dadaistisch, kabarettistische Lieder und Texte in der GaDeWe erklingen.
Schon seit drei Jahrzehnten war die GaDeWe auch immer eine Experimentierb黨ne f黵 Kleinkunst, ungew鰄nliche Formate und au遝rgew鰄nliche Auftrittsm鰃lichkeiten.
Gepr鋑t wurde der B黨nenbetrieb der Waller Galerie sicherlich durch die organisatorische Arbeit von Rolf Weber und UrDr黶 "Kabarett der literarischen Gewaltt鋞igkeiten".
Mit hohem Kultcharakter versammelten sich an jedem ersten Freitag im Monat Liebhaber und Fans seines absurden Wortwitzes und stark lokalkolorierten Kabaretts. "Nun nimm mich auch ganz...!" Neben diversen Kapellen und Orchestern wie Schreck-Blas-nach und Lauter Blech hat hier auch so manch ein Nachwuchstalent seine ersten B黨nent鰊e erklingen lassen. Eine besondere Form des Kabarett pr鋝entierte aber auch das Duo Rolf Weber & Willy Podewitz. Ob sein Bruder wohl immer noch die Lyrik hat?

Mit dem "KaFeDaDa" etablierte sich Mitte der 90er Jahre eine weitere regelm溥ige B黨nenveranstaltung, zu der sich sp鋞er noch die Reihe "Mitternachtsgeschichten" mit kurz-vor-mittern鋍htlichen Lesungen durch das BAT Ensemble gesellte.

Neben Gruppen wie z.B. Alka Seltsam und Amoretta und Frollein Susi und vielen anderen, sind dort auch diverse G鋝te, wie das Theatre du Pain, oder die Slam Nam Poetry aufgetreten; die Liste der K黱stler ist lang.

Leider leben einige der Darsteller und Kabarettisten heute nicht mehr unter uns, und dennoch sollen sie und ihr Schaffen gew黵digt werden. Einige der ehemals aktiven B黨nenk黱stler haben sich anl鋝slich des Jubil鋟ms versammelt und ein Retro-Programm mit einigen Perlen und H鰄epunkten aus drei遡g Jahren auf die B黨ne gestellt. Statt die Domtreppen zu fegen soll am Abend des 16. Januar wieder Wortgewaltiges in der Reuterstra遝 9-17 in Bremen-Walle ert鰊en und reichlich dem absurden Nonsens gefr鰊t werden.

Beginn ist um 20.00 Uhr und f黵 Lebensk黱stler und solche, die es werden wollen, ist der Eintritt frei - die anderen kommen so rein.

Andreas Wick



30 Drei遡g Jahre GaDeWe

11.12.2015 - 22.1 2015
Ausstellungser鰂fnung: Freitag, der 11.12.2015 um 20.00 Uhr

1985 von bildenden K黱stlerinnen und K黱stlern aus dem Stadtteil Walle gegr黱det, zeigt die Produzentengalerie GaDeWe Galerie des Westens im monatlichen Wechsel heimische K黱stler und Kollegen und Kolleginnen aus dem In- und Ausland. Die zugrunde liegende Idee, Ausstellungsm鰃lichkeiten f黵 bildende K黱stler zu schaffen, die nicht im Fokus des etablierten Ausstellungsbetriebs stehen, ist auch nach 30 Jahren immer noch aktuell. Nicht wenige k黱stlerische Karrieren starteten so in der GaDeWe. Bis heute wird die Galerie durch das ehrenamtliche Engagement von K黱stler_Innen und Kulturwissenschaftler_Innen getragen. In der Geburtstagsausstellung pr鋝entiert die Galerie eine Auswahl k黱stlerischer Positionen der Kunstschaffenden, die in den letzten Jahren die GaDeWe ma遟eblich gepr鋑t haben.


Teilnehmende K黱stler und K黱stlerinnen:

Michael Wendt
Michael Eickhoff
Uli Precht
Tom Gefken
Mechtild B鰃er
Heiko Motschiedler
J黵gen H鋘el
Sabine Albers
Heiner Prei遡ng
Isabel Valecka
Andr Sassenroth
Thomas Behling
Erika Plamann
Hermann B鰇e





Von dunklen M鋍hten still umgeben

Thomas Behling
Sabine Effinger
Alex Trespi


Ausstellungser鰂fnung: Freitag, 06.11.2015 um 20 Uhr
Zur Er鰂fnung spricht Carla Habel, Kunsthistorikerin, Bremen

Ausstellungsdauer: 06.11.2015 bis 04.12.2015

Das eint die drei K黱stler Thomas Behling, Sabine Effinger und Alex Trespi: ein hintergr黱diger Zugriff auf das Thema Innenwelt damit ist die r鋟mliche ebenso gemeint wie die psychische. Der vertraute Klang der Sentenz 刅on dunklen M鋍hten still umgeben schaukelt einen beim ersten Klang in die laue Geborgenheit alter Liedverse, bis sie pl鰐zlich im erkannten Widersinn des soeben Gelesenen zerplatzt. Und das in Form von Zeichnung, Malerei, Objekt und Installation.

Bei Thomas Behling entstehen die Arbeiten aus Fundst點ken Fotos, Malereien aus einer vergangenen b黵gerlichen Zeit, die in der Kombination mit oftmals minimalen Eingriffen seitens des K黱stlers einen Bedeutungszusammenhang konstruieren, der jedenfalls nicht mit den Attributen gut und alt zu fassen ist.

Sabine Effinger arbeitet mit 躡erresten aus vergangenen Kindertagen Spielzeug und Tapeten. Auch bei ihr sind es teilweise kleine Eingriffe , das aus dem urspr黱glichen Zusammenhang Gerissene, die den denotierten Eigenschaften ihrer Objekte die finsteren Gegens鋞ze zur Seite stellen.

Alex Trespi besch鋐tigt sich explizit mit Innenr鋟men und ihren Doppeldeutigkeiten. Ein Teil seiner Arbeiten besteht aus formal reduzierten Werken, die in ihrer Schlichtheit die Formsprache der abgebildeten M鯾el doppeln. Gleichzeitig jedoch scheint durch die Materialit鋞 ein absurdes Moment auf. Ein Aspekt, der auch in den miniaturisierten Ensembles anzutreffen ist.

Allen drei K黱stlern ist ein spielerischer Umgang mit den Werktiteln eigen, Titeln, die einen Resonanzraum aufsto遝n, der die ambivalente Seite der Dinge reflektiert, gleichzeitig mit Humor die dunklen Seiten austariert.


Abbildung:
Thomas Behling: "Schlimmer Finger", 2014, Acrylfarbe, Kunstdruck, Glas, Rahmen, 24 x 18 cm




WIR TRAUERN um J黵gen H鋘el

WIR TRAUERN um J黵gen H鋘el.
J黵gen H鋘el war einer der drei Gr黱dungsmitglieder der GaDeWe.
Ohne seine Kraft und Lust zu gestalten, w鋜e unsere Galerie heute nicht das, was sie ist.
J黵gen studierte an der HFK Bremen bei Wolfgang Schmitz Malerei.
W鋒rend seines Studiums gr黱dete er mit Heiko Motschiedler und mir die Galerie des Westens.
Er bestimmte die Richtung der Galerie knapp zwanzig Jahre entscheidend mit, lie sich neben seiner Malerei und der Galeriearbeit noch zum Mediendesigner ausbilden und gr黱dete in der Folge mit Heiko Motschiedler die Firma Rabbit Graph.
Vor knapp neun Jahren zog es ihn aus privaten Gr黱den nach Magdeburg.
J黵gen brauchte nicht lange um, dank seines gro遝n Herzens und seiner unb鋘digen Energie, in seiner Wahlheimat sesshaft und Teil der dortigen Kunstszene zu werden.
Am 28.08.2015 h鋞ten wir mit ihm das siebenj鋒rige Galerie-Jubil鋟m seiner Kunstwerkstatt gefeiert.
Am Sonntag, den 23.08.2015, ist J黵gen H鋘el, Vater zweier Kinder, von uns gegangen.
Viel, viel zu fr黨 starb er pl鰐zlich und unerwartet.
In tiefer Trauer 黚er den Verlust dankbar f黵 die gemeinsame Zeit immer in unseren Herzen.
Tom Gefken



zeit : zonen



zeit : zonen in der GaDeWe
Ein Nord-S黡-Dialog von Michael Lukas und Sabine Schellhorn
Ordnungssysteme beherrschen unsere Zivilisation. Uhrzeit und Kalender strukturieren unseren Alltag. Karten erleichtern uns die Orientierung in unbekannten Territorien. Die allgegenw鋜tigen Ordnungssysteme sind nicht nur passives Abbild der Gegenwart oder Ausdruck von Geschichtlichkeit, sondern stellen Konstruktionen, Pl鋘e und vision鋜e Projektionen in die Zukunft dar. Alle diese Ordnungssysteme sind willk黵lich getroffene Vereinbarungen ohne G黮tigkeit innerhalb des Ganzen als 黚ergeordnete Instanz. Wiederkehrende Rhythmen in Natur und gesellschaftlichem Miteinander repr鋝entieren ein permanentes Spielfeld f黵 das sich stetig Wandelnde.
Michael Lukas (M黱chen/Berlin) und Sabine Schellhorn (Bremen) greifen in ihrer ersten gemeinsamen Ausstellung zeit:zonen Ordnungssysteme aus Raum und Zeit auf und interpretieren diese neu. Sowohl die Chronologie, als auch die Bedeutungszuordnungen werden aufgebrochen und frisch 倂erlinkt. Beide K黱stler schaffen auf unterschiedliche Weise Neu-Anordnungen von Bekanntem und definieren durch die Kontexterweiterung dessen Inhalte in unvorhergesehener Weise.
Sabine Schellhorn zeigt erstmals ihre beiden Werkgruppen
365 + 1 Siegel und 凨ombi-Nationen zusammen in einer Ausstellung. Beide Projekte ver鋘dern sich je nach Ort und Anlass der Pr鋝entation. In beiden stehen Symbole und Zeichen f黵 Zugeh鰎igkeit, einmal zu Jahrestagen, das andere Mal zu Land und Kultur.
Ihr Jahresprojekt 365+1 Siegel stellt Schellhorn in der GadeWe dieses Mal zur Disposition: anonyme Tages-Daten der Ausstellungsbesucher werden zum erweiterten Faktor f黵 den prozesshaften Ausstellungsverlauf und schichten damit die Chronologie der TagesSiegel um. Eine Neu-Aufmischung bestehender Systeme betreibt Schellhorn auch in ihrem Projekt 凨ombi-Nationen, in dem sie Teile bestehender L鋘derflaggen miteinander kombiniert.
Das orthogonale System der Kartographie dient im k黱stlerischen Werk von Michael Lukas als strukturelles Werkzeug einer sich stetig fortschreibenden Darstellung unserer Welt. Das Vermessen und Codieren realer oder mentaler Landschaften und ihrer mitunter nicht sichtbaren oder messbaren Daten, erfolgt unter dem Aspekt der linearen Verkn黳fung. Die installativen Arbeiten sind wie Karten strukturiert und er鰂fnen dem Betrachter eine vielf鋖tige Lesbarkeit. In der Ausstellung ist erstmals ein Zyklus autonomer Objekte zu sehen, die auf einer horizontalen Zeitachse angeordnet sind. Die in den Objekten gespeicherte Zeit ber黨rt Momente der Erinnerung, des Wandels und der Vision. Mit seinen Arbeiten durchbricht Lukas die gewohnten Ordnungssysteme und die vorgegebene Chronologie.
Sabine Schellhorn und Michael Lukas waren 2010 als ausstellende K黱stler in der Gro遝n Kunstausstellung im Haus der Kunst M黱chen zu sehen und verfolgen seither einen gemeinsamen k黱stlerischen Nord-S黡-Dialog.

Er鰂fnung 12. 06. 2015, 20 Uhr
Ausstellungsdauer bis 10. 07. 2015
Galerie des Westens e.V.,
Reuterstra遝 9 17,
28217 Bremen

Abbildung
Lukas: 刾rivate captures, 2013
Schellhorn: 凷iegel-Umschichtung, 2015



凴eihen, Drehen, Spiegeln ein Vortrag zum Ornament

Vortrag am 30.06.2015 von und mit Susanne Bollenhagen

凴eihen, Drehen, Spiegeln ein Vortrag zum Ornament
Ornamentik kann man als die 鋖teste Form der abstrakten Kunst ansehen. In ihr findet man historische Formsprachen, die Sch鰊heit der Mathematik und das Spiel von Ma und Rhythmus. Sie lehrt viel 黚er das Sehen und erfordert einen sehr bewussten Umgang mit Farben. Muster und Ornamente wurden zu allen Zeiten und von allen Kulturen entwickelt. Somit ist die Ornamentik eine Weltkunst. 躡er das Bildnerische hinaus, Architektur und Plastik inbegriffen, spielt sie eine Rolle in der Musik. Die vielf鋖tigen Funktionen der Ornamentik stellt die in unserem Kulturraum vorgenommene Trennung von Angewandter und Freier Kunst in Frage.
Susanne Bollenhagen besch鋐tigt sich als Malerin seit 25 Jahren umfassend mit dem Thema Ornamentik. Dabei greift sie auf historische Ornamente zur點k, versucht aber auch die Ornamentik aus der ihr innewohnenden Geometrie heraus zu entwickeln. Der Bildvortrag beginnt mit einem allgemeinen 躡erblick zur Bedeutung und Wahrnehmung des Ornaments. Praxisnah schlie遲 der Teil des Vortrags an, bei dem Susanne Bollenhagen ausf黨rlich ihre Arbeit im Atelier vorstellt.
Der Beitrag zur Ornamentik liegt druckfrisch als Bildessay vor. Im Anschluss an den Vortrag wird die Vorstellung der Publikation stattfinden.



Tr鋘en lachen

Eine Gemeinschaftsausstellung mit Elke Graalfs, Michael Jungblut, Veronika Schumacher und Ole Wulfers

Vernissage am 27.04.1015 um 20 Uhr

Ausstellungsdauer: 27.04.2015-29.05.2015



Patricia Lambertus und Astrid Busch- The Hurlyburly is Done

20.02 - 22.03. 2015, GaDeWe
Reuterstr. 9-17, 28217 Bremen

Er鰂fnung: 20. Februar 2015 um 20.00 Uhr


Die urspr黱gliche Fragestellung in den Arbeiten von Patricia Lambertus ist die nach den Formen, Farben und Bildern mit welchen sich Menschen im Alltag umgeben. Ihre gro遞ormatigen Arbeiten bestehen zun鋍hst aus Tapetenresten, die sie durch 躡erlagern, Ausriei遝n, Verfremden und Digitalisieren in opulente, raumf黮lende Collagen und Decollagen verwandelt. Ihr Material aus gebrauchten Tapeten findet sie in Abruchh鋟sern oder bei Sanierungen, in Musterb點hern, Restbest鋘den oder sie erh鋖t Materialspenden.

Tapeten stehen in den Arbeiten von Patricia Lambertus f黵 wechselnde Moden und sind somit Ausdruck eines bestimmten, einstmals vorherrschenden Lebensgef黨ls. In Gebrauch der alten Materialien ist dar黚er hinaus auch ein historisch gesellschaftliches Interesse der K黱stlerin ablesbar, die einen Bogen zwischen den Tapisserien und Wandmalereien arkadischer Landschaften des Adels und den verkitschten S黡seemotiven der Fototapeten aus den 1970er Jahren schl鋑t. W鋒rend in fr黨eren Arbeiten das urspr黱gliche ornamentale Tapetenmaterial im Vordergrund stand, entwirft sie auf Grundlage dieser 鋖teren Arbeiten mittlerweile digitalisierte Collagen, die nun nicht nur idelalisierende Landschaften und Ornamente kombinieren, denen der Verfall bereits eingeschrieben ist, sondern in die v鰈lig unvermittelt die gesellschaftlichen und milt鋜ischen Konflikte der Welt einbrechen.

Patricia Lambertus, die auf dem Kunstfr黨ling 2014 Jahr mit einer fast 30 m langen Arbeit in den Gleishallen am Bremer G黷erbahnhof zu sehen war, wird f黵 die GaDeWe in ihrer ersten Bremer Einzelausstellung eine raumbezogene Arbeit entwickeln.
F黵 die GaDeWe Ausstellung hat Patricia Lambertus die Berliner K黱stlerin Astrid Busch mit mehreren Arbeiten eingeladen.

Angela Piplak



Gruppe Vierkant

KARAMBOLAGE
Die K黱stler Tom Gefken, Gunther Gerlach, Dieter Rogge und Theo Scherling zeigen ihre neuesten Arbeiten.
Ausstellungsdauer: 17.01. bis 13.02.2015