OLIVER HUHN
OHuhn@physik.uni-bremen.de

     

Geboren im März 1970 in Bremen
Ledig, kinderlos, kein Vermögen...

Musik

1980 Ausbildung am Violoncello
seit dem div. Konzerte
Solo-Repertoir Sonaten von Vivaldi, Suiten von Bach, Konzerte von Monn, Stamitz u.a.
1984 Mitglied des Jugendsinfonieorchesters Bremen
Konzertreisen nach Osterreich, Italien (u.a. Rom) und Catalonien (Barcelona u.a.)
Repertoir Symphonien von Mendelsohn Bartoldy (No. 4), Dvorak (No. 8), Mussorkskys Bilder einer Ausstellung u.a.
1988 Uraufführung der Ersten Komposition, der Kantate "Blake"


Theater

1988 Debüt als Elwood P.Dowd in Mary Chases "My Friend Harvey"
1989 erste Regiearbeit "My Fair Lady"
zusammen mit Andreas Wick
1991 weitere Rolle und Gastspiel in England/Dudley mit "Baby Hamilton"
1992 Gründung des Bremer Amateur Theater Ensemble e.V.,
seit dem im Vorstand des BAT Ensemble
Inszenierung (mit O. Sönksen und A.Wick) und die Rolle des Jochanaan in Oscar Wildes Tragödie "Salome"
1993 Inszenierung von Edward Albees "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?"
1994 Inszenierung (mit A.Wick) und die Rolle des Zettel in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum"
1995 Inszenierung von Jean Cocteaus "Die geliebte Stimme"
1996 Inszenierung von Neil Simons "Barfuß im Park"
1997 Inszenierung und Rolle des Kstantin Gavrilovic Treplev in Anton Cechovs "Die Möwe"

Salome 1992


DaDa

1988 erste Berührung mit DaDa und MERZ: Kurt Schwitters Ursonate u.a.,
erste eigene Texte
1993 erster DaDa-Abend in der GaDeWe mit H. Brockmann und A. Wick
1996 Beginn der regelmäßigen Veranstaltungsreihe KaFe DaDa mit J. Hollermann und A.Wick

KaFe DaDa 1998


Leseprobe

Minimales Waldgedicht: Der Wald ist grün
aus: Vier kleine Schiffskathastrophen
- I. Die Titanic sinkt
- II. (Scherzo)
- III. Das Floß der M.S. Medusa

Literatur

Erste Gehversuche auf dem "literarischen Parkett" unternahm Oliver Huhn schon in der Schule, wo er gemeinsam mit A. Wick journalistische Beiträge und Kurzgeschichten für div. Schülerzeitungen verfaßte (Der Rüssel und Nico Laus). Von einigen Lehrern für ab-normal gehalten. Teinahme an verschiedenen Wettbewerben. Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensituation in obligatorischer Pubertäts-Lyrik.

Nach einer Phase des literarischen Schweigens gab zunächst der Dadaismus und die Arbeit für das KaFe DaDa neue Impulse. Schwerpunkte seiner literarisch dadaistischer Arbeit ist der Umgang, das Ausprobieren von und Experimentieren mit Sprache, Inhalt und Form, ihre bewuster Einsatz, ihre Kombination und De-Kombination!

Form ohne Inhalt - Inhalt ohne Sinn - Sinn ohne Form

oder

Form ohne Sinn - Sinn ohne Inhalt - Inhalt ohne Form

Gelegenheit dazu sowie Konfrontation und Auseinandersetzung mit Publikum bietet das KaFe DaDa.

In letzter Zeit verstärkt sich das Bemühen um typographische Fragestellungen: wie kann man einen Text so setzen, daß der Vortragende oder Leser bereits an der Typographie, der Interpunktion und am Satz erkennt, wie der Autor Betonungen, Phrasierungen, Aggogik meint oder verstanden wissen will. Anlaß und Inspirationsquelle ist da auch die Musik, sind eigene Erfahrungen bei der Interpretation von Notentexten etc.

Auch in den nicht-dadaistischen Texten geht es zunächst um Form und Inhalt: Das Schöne, auch das Schöne im Häßlichen und der Kitsch sowie die Frage nach deren Werten. Was und warum soll etwas schön oder häßlich, gut oder schlecht, moralisch oder a-moralisch sein? Was bedeuten diese Konzepte, woher kommen sie, brauchen wir sie? Menschliches Verhalten in alltäglichen und extraordinären Situationen, oft vertraut und ebenso oft absurd, skurril, befremdend, - betrachtet, beschreibt und bewertet! er in Aphorismen, Szene, Lyrik und Prosa, frei nach Zarathustra:

"Ich darf mich irren."

Ausprobieren ist oberstes Motto. Verführen, erschrecken, versöhnen will er. Hinterfragen, bewerten, zur Diskussion stellen, keine Lösungen anbieten sondern zum Denken anregen.

Z.Z. Arbeit an folgenden Literatur-Projekten:

- Reisetagebuch (journalistische Skizzen)
- Hennes (ein dadaistischer Roman, Veröffentlichung voraussichtlich noch 1999)
- ein erster Gedichtband
- Ars Vivendi (experimentelle Literatur)
- Unter Vampiren (Novelle)
- Eisfahrt (Novelle)
- sowie kontinuierlich an Szenen, Prosa, Lyrik für das laufende Programm des KaFe DaDa

Reisen

1998 Teilnahme an Polarexpedition ANT XV/4 (und folgend ANT XV/5)
Bremen - London - Santiago de Chile - Punta Arenas (Süd-Chile)
mit PFS POLARSTERN 8 Wochen auf See: Drake-Passage, Weddell-See bis Capetown
weiter bis Lissabon (3 weitere Wochen auf See), Teilnahme an der EXPO 98
zurück mit POLARSTERN nach Bremerhaven
1999 Teilnahme an Expedition ALBATROSS
Bremen - London - Falklands (Malvinas)
mit PFS James Clark Ross 6 Wochen auf See: Drake-Passage, Antarktische Halbinsel (Rothera), Scotia-Sea, South Orkneys, South Georgia (Grytvijken), Falklands

Adelie - Falklands 1999

Leseprobe aus dem Reisetagebuch:

Worte über Eis
Eis glitzert

Beruf

Diplom-Physiker,
Schwerpunkt Spurenstoff-Ozeanographie
(Abschluß 1998)

z.Z. tätig als Doktorand am
Institut für Umweltphysik
Abt. Tracer-Ozeanographie
Universität Bremen